| Schon in jungen Jahren betreiben viele Raubbau an ihrem Körper. Man isst und trinkt zu viel und bewegt sich zu wenig. Fast die Hälfte aller Deutschen betreibt keinerlei Sport. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Zahl sogar zu. Parallel dazu leiden immer mehr Deutsche an Übergewicht. Zusammen mit falscher Ernährung haben diese Faktoren dazu geführt, dass schon 10jährige Schüler heute an Diabetes leiden, einer ernährungsbedingten Krankheit, die sonst überwiegend im Alter auftritt. Andere Kinder weisen auf Grund von Fettleibigkeit bereits Gelenkschäden auf. Kein Wunder, dass die Medizin Alarm schlägt und auf gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit hinweist. So fordert sie nachdrücklich mehr Sport im Schulunterricht.
Die Deutschen werden laut Statistik immer älter. Aber wie lange noch? Und inwiefern werden wir gesund alt? Das allein haben wir in der Hand. Genetische Defekte, Krankheiten und altersbedingte Verschleißerscheinungen des Körpers lassen sich nur bedingt beeinflussen. Die Haupttodesursache in den Industrieländern aber sind Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit und zu hohe Cholesterinwerte. Sie führen zu Herzinfarkten und Schlaganfällen.
An diesen Krankheiten haben wir alle unseren ganz persönlichen Anteil. Wir achten zu wenig auf unsere Gesundheit, essen zu viel und zu fett, trinken zu viel Alkohol und bewegen uns zu wenig. Die Bequemlichkeit ist es, die uns hat fett werden lassen. Nur zu gerne sind wir bereit, in der Apotheke Geld auszugeben für Diätmittel, Tabletten und Pülverchen, die diese Sünden beseitigen sollen. Doch gegen zu wenig Bewegung und falsche Ernährung hilft keine Medizin. Nur wenn wir wieder lernen, Geschmack für frische Lebensmittel und frisch zubereitete Speisen zu entwickeln, wenn wir den Spaß des gemeinsamen Kochens und den Genuss des gemeinsamen Essens wiederentdecken, können wir etwas für unsere Gesundheit tun.
Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich Kinder besonders gerne bewegen. Es gibt kein Kleinkind, das nicht ständig herumrennt und in Bewegung ist, kaum kann es krabbeln oder laufen. Was also ist es, das diesen natürlichen Bewegungstrieb hemmt? Vielleicht sollte man in den Schulen auf die Benotung im Sport verzichten und allein auf die Vermittlung von Spaß an der Bewegung setzen. Frustrierte und unsportliche Kinder, die im Sport schlechte Noten bekommen, werden als Erwachsene noch weniger Sport machen. Nur, wenn man den Spaß am gesunden Essen und an der Bewegung entdeckt, fühlt man sich in seinem Körper wohl und benötigt für den Erhalt der Gesundheit keine Medizin, sondern lediglich ein gesundes Maß an Bewegung und Genuss. Wir müssen lediglich wieder lernen, dass Gesundheit, Sport und gesundes Essen Spaß macht. |